(54) Womit lassen sich Gehirnstrukturen von außen darstellen?

Durch eine Computertomographie (CT), speziell die "Craniale Computertomographie" (CCT), erhält man Röntgen-Schichtbilder des Gehirns. Solche Schichtbilder zeigen die genaue Lage von Gewebsveränderungen, die als Anfallsherde in Frage kommen.

Zur Computertomographie muß der Kopf des Kindes einige Zeit in einer tunnelartigen Öffnung eines großen Gerätes möglichst ruhig gehalten werden. Dies kann bei ängstlichen und unruhigen Kleinkindern schwierig sein und bedarf dann oft eines Beruhigungsmittels.


Die heute überwiegend angewandte Kernspintomographie, auch Magnetresonanztomographie (MRT) genannt, arbeitet ähnlich wie die Computertomographie, benutzt für die Schichtbilder jedoch keine Röntgenstrahlen, sondern die unterschiedliche Magnetresonanz verschiedener Hirngewebsanteile. Dadurch wird das Gewebe nicht angegriffen oder belastet.
Mit der MRT lassen sich die meisten Hirnstrukturen besser, andere - wie Verkalkungen - aber schlechter darstellen als mit der Computertomographie.

Andere bildgebende Verfahren werden nur in besonderen Fällen eingesetzt, vor allem vor hirnchirurgischen Eingriffen..

Mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) läßt sich ein "aktivierter" Ort im Gehirn darstellen, der durch eine Tätigkeit (etwa bei einer Reizverarbeitung in der Sehrinde, oder bei einem Anfall) eine Durchblutungsänderung zeigt. Dies ist zum Beispiel wichtig für das genaue Orten epileptischer Herde vor einer epilepsiechirurgischen Operation.

Bei den so genannten Emissionscomputertomographien SPECT ( = engl.:"single photon emission computerized tomography") und PET (="Positronenemissionstomographie") werden rasch zerfallende, radioaktive Stoffe durch Injektion oder Inhalation in die Blutbahn eingebracht. Orte vermehrter Durchblutung lassen sich dann als Orte verstärkter Strahlung durch außerhalb des Kopfes angebrachte Detektoren lokalisieren.

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