(73) Was wird getan, wenn ein
Medikament zur Behandlung (eine Monotherapie) nicht ausreicht?
Nicht selten gelingt es nicht, mit dem Medikament
der ersten Wahl in einer verträglichen Dosierung Anfallsfreiheit zu erreichen.
Gelegentlich zeigt das Mittel auch schon bei geringer oder mittlerer Dosierung
erhebliche und anhaltende Nebenwirkungen. Dann wird ein anderes Medikament in
zunächst geringer Dosis - wieder einschleichend - zusätzlich verabreicht,
gleichzeitig oder etwas später das erstgewählte Mittel - ausschleichend - in
der Dosis herabgesetzt. Dazu wird vom behandelnden Arzt ein Plan erstellt und
den Eltern mitgegeben.
Oft führt dann die völlige Umstellung auf dieses
oder noch ein drittes Mittel zur Anfallsfreiheit. Auch ein Mittel der 2. Wahl
muss wieder vorsichtig und mit Geduld an eine zugleich möglichst
nebenwirkungsfreie und dabei wirksame Dosis herangeführt oder auch bis zur
Grenze der Verträglichkeit "ausdosiert" werden. Wegen der
gegenseitigen Beeinflussung der Wirkstoffe ist eine solche Ausdosierung des 2.
Mittels in der Regel erst möglich, nachdem das vorher gegebene Mittel ganz
heraus genommen worden ist.
Nur wenn es nicht gelingt, mit einem Mittel allein
- in einer Monotherapie - zum Erfolg zu kommen, wird man mehrere Mittel
zusammen verabreichen. Man nennt dies dann eine "Zusatztherapie" oder
auch "Kombinationsbehandlung".
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beachten?"