Der Wirkstoff Zonisamid,
Handelspräparat Zonegran® (Hartkapseln zu 25, 50 und 100 mg) wurde
2005 in der Europäischen Union zugelassen zur Zusatztherapie für die Behandlung erwachsener Patienten mit partiellen Anfällen mit oder ohne sekundäre Generalisierung.
In Japan
und den USA gibt es damit bereits umfangreiche langjährige Erfahrungen, die
eine breitbandige Wirksamkeit auf partielle (fokale) wie auch generalisierte
Anfälle belegen.
Das Mittel
hat in der Struktur Ähnlichkeit mit dem bekannten Sultiam. Die Halbwertszeit
ist mit ca. 60 Stunden lang, so dass eine langsame Aufdosierung ratsam und eine
Einmalgabe täglich möglich ist. Die mittlere Tages-Enddosis liegt bei
Erwachsenen bei 300 bis 500 mg. Erhebliche Interaktionen mit anderen
Antiepileptika sollen nicht vorkommen. Die Ausscheidung erfolgt über den Urin.
Als Nebenwirkungen werden häufiger Schläfrigkeit, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen genannt, besonders bei zu schneller Aufdosierung. Auch über vermehrte Reizbarkeit, Appetitlosigkeit mit Gewichtsabnahme sowie über Nierensteine (bei dazu veranlagten Patienten) wird berichtet.