(109) Die "benigne partielle Epilepsie der Adoleszenz"
Zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr, überwiegend bei Knaben mit einem Gipfel im 13. und 14. Lebensjahr, treten nicht selten einzelne gutartige Herdanfälle auf. Es sind überwiegend einfache motorische oder sensorische Anfälle, seltener sind sie komplex-fokal oder sekundär generalisierend tonisch-klonisch. Überwiegend handelt es sich um einmalige Anfälle, somit dann also nicht um eine Epilepsie. Wiederholte Anfälle beschränken sich meist auf eine kurze Anfallsserie innerhalb weniger Wochen.
In diesem Alter ist der Ausschluß
einer hirnorganischen Ursache mit einer bildgebenden Diagnostik notwendig. Dadurch sowie durch den - in
typischen Fällen unauffälligen - EEG-Befund zwischen den Anfällen kann die
Diagnose meistens gesichert werden. Eine Behandlung mit Medikamenten ist
meistens nicht nötig.