Wonach werden zerebrale Anfälle benannt und eingeordnet?

Der Anfall ist meistens das auffälligste Merkmal (Symptom) einer Epilepsie  (gr. symptoma = Begleiterscheinung).

Früher unterschied man zunächst große und kleine Anfälle. Der französische Ausdruck "Petit mal" für kleine Anfälle (z.B. Absencen) ist heute veraltet. "Grand mal" für den "großen" generalisierten tonisch-klonischen Anfall wird noch häufig gebraucht.

Eine wichtige Unterteilung der Anfälle erfolgt zunächst in Herdanfälle und generalisierte Anfälle.

Sowohl die Herdanfälle (fokalen Anfälle) wie die generalisierten Anfälle lassen sich weiter unterteilen in verschiedene Erscheinungsformen.

Die Klassifikation der Internationalen Liga gegen Epilepsie unterscheidet danach

Fokale Anfälle (Herdanfälle)
Einfache fokale Anfälle, ohne Bewusstseinsstörung
Komplex-fokale Anfälle, mit einer Bewusstseinsstörung
Fokale Anfälle mit Entwicklung zu sekundär generalisierten Anfällen

Generalisierte Anfälle
Absencen  
Myoklonische Anfälle    Atonische (astatische) Anfälle    Klonische Anfälle                                                                                                                          Tonische Anfälle     Tonisch-klonische Anfälle   

Nicht klassifizierbare Anfälle     

Siehe außerdem – im Unterschied zu epileptischen Anfällen:  Wie werden Epilepsien benannt und eingeordnet ?

 

 

 


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